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(german) CENTROSOLAR wehrt sich gegen geplanten Kahlschlag bei der Solarförderung

  • Neueste Pläne würden eine Kürzung um 40-55 % innerhalb von nur 13 Monaten bedeuten
  • Verlust von bis zu 60.000 Arbeitsplätzen in Deutschland zu befürchten
  • Energiewende in die falsche Richtung – Aushöhlung des EEG
  • Die technologisch führende deutsche Solarindustrie würde 3 Jahre vor Erreichen der Kostengleichheit mit konventionellem Strom aus dem Land getrieben
  • Symbolische Werksschließungen am 4. Februar an den CENTROSOLAR Produktionswerken in F ürth und Wismar

München, Fürth, Wismar, den 4. Februar 2010. Der neue Bundesumweltminister Röttgen plant nach der regulären Degression der Einspeisevergütung von rund 10 % zu Beginn dieses Jahres, eine Zusatzkürzung von 15 % bis 25 % zum 1.5.2010 und dann noch eine zusätzliche Verschärfung der für den 1.1.2011 anstehenden Degression auf weitere 9 % bis 23 %. Insgesamt ist damit eine Reduzierung der Einspeisesätze innerhalb von nur 13 Monaten um voraussichtlich mindestens 40 %, in Teilbereichen sogar bis zu 55 % in Deutschland zu befürchten.

Durch technischen Fortschritt ist es der Solarbranche gelungen, deutlich früher als erwartet die Preise für Module drastisch zu senken. Dazu haben auch deutliche Rohstoffpreissenkungen beigetragen, die aber nicht wiederholbar sind. Diese Entwicklung macht eine schnellere Kürzung der Einspeisevergütung vertretbar, die von der deutschen Solarindustrie selbst vorgeschlagen wurde. Aber Kürzungen von 40 % und mehr oder Deckelungen beim Zubau kommen in ihren Auswirkungen einer Abschaffung des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) für die Photovoltaik in Deutschland gleich.

„Die Solarunternehmen haben der Bundesregierung selbst vorgezogene Kürzungen angeboten. Doch das, was Röttgen hier vorgestellt hat, ist ein Kahlschlag, eine Aushöhlung des Erneuerbaren Energien Gesetz,“ kommentiert der Vorstandvorsitzende der CENTROSOLAR Group AG, Dr. Alexander Kirsch, das Treffen der deutschen Solarunternehmen mit dem Minister letzten Donnerstag, bei dem Herr Röttgen seine neuesten Ideen vorgestellt hat.

Verlängerung von Laufzeiten bei Atomkraftwerken und Kahlschlag der alternativen Photovoltaik im Vorreiterland Deutschland: Dies ist ein drastischer Richtungswechsel der neuen Regierung beim Thema Energiepolitik. Damit ist die Zukunft der auf dem Weltmarkt führenden, deutschen Solarindustrie mit über 60.000 Arbeitsplätzen gefährdet. „Nach der HiFi- und Halbleiter- und vielen anderen Industrien würden wir damit auch diesen Wachstumsmarkt den Asiaten überlassen. Und das nur etwa drei Jahre vor Erreichen der Kostengleichheit von Solarstrom mit konventionell erzeugtem Netzstrom. Damit würde sich Deutschland auf den letzten Metern vor dem Ziel selbst zu Fall bringen!“ sagt CEO Kirsch zu den Konsequenzen.

Die CENTROSOLAR Group AG fordert zusammen mit allen anderen im Bundesverband der deutschen Solarindustrie vertretenen Solarunternehmen mehr Augenmaß und Weitsicht bei der Höhe und zeitlichen Staffelung von Kürzungen. „Der diskutierte Kahlschlag würde einen ähnlichen Abschwung wir vor 1 1ž2 Jahren in Spanien mit sich bringen,“ befürchtet Kirsch. Damals wurden nach der Festlegung von Obergrenzen Tausende von Arbeitplätzen über Nacht zerstört. Insbesondere mittelständische Unternehmen wie Zulieferer und Installationsbetriebe, die sich nur auf den Heimatmarkt verlassen hatten, waren betroffen.

Die CENTROSOLAR Group AG selbst wäre zwar bei einem weg brechenden Binnenmarkt durch seinen hohen Exportanteil von rund 50 % vergleichsweise besser positioniert als andere. Doch 800 von 1.000 Mitarbeitern sind noch immer in Deutschland beschäftigt. Davon arbeiten im Solarmodulwerk in Wismar ca. 400 Mitarbeiter, im Solarglaswerk in Fürth ca. 300 Mitarbeiter sowie ca. 100 Mitarbeiter in den Vertriebsniederlassungen in Hamburg, Paderborn, Köln, Kempten und München.

„Bei unseren Kunden, den Handwerkern, ist noch mal ein Vielfaches an Arbeitsplätzen gefährdet,“ warnt Kirsch. Insgesamt arbeiten im Bereich Sonnenstrom in Deutschland über 60.000 Menschen. Die Mitarbeiter bei Zulieferern in anderen Branchen wie etwa Glasherstellung, Maschinenbau, Verpackung oder Transport sind dabei gar nicht mitgezählt.

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich an:

Manuela Schäfers
Pressesprecherin Centrosolar
Tel. 05251/500500
Manuela.schaefers(at)centrosolar.com

Centrosolar Glas GmbH und Co. KG
Ralf Ballasch (Geschäftsführer)
Tel. 0911/ 95098-0
info(at)centrosolarglas.com

oder

MetaCom Corporate Communications GmbH
Georg Biekehör, Tel.: +49 (0) 6181 982 80 30.

04. February 2010 13:10